| Aljoscha | Galerie |
Links |
|
Klar, es ist ein
Fantasiewort. Da ist alles drin: "Hovawart", "warten", und die
Endung "*ing", damit es sich wie ein verdeutschter Anglizismus anhört.
Zudem passt das Wort so besser in meine Seitenüberschrift. Nehmt den
Unsinn bitte einfach so hin.
Hovawart kommt von "Hovewart" = Hofwächter; dem ursprünglich großen Bauernhund, der auf dem Hof herumliegt und diesen bewacht. Der Hovawart wird gern auch liebevoll "Sofawart" genannt, weil viele Hovis heutzutage eben das Sofa bewachen - in Ermangelung eines Hofes. Unser Hovi ist allerdings eher ein Flur- oder Treppenwart, weil er weder einen Hof hat, noch auf's Sofa darf. Wie schon gesagt - die Endung "wart" kommt nicht von "warten" im Sinne von "Wartung" sondern hat die Bedeutung über etwas zu wachen. Allerdings verbringen wir im wahrsten Sinne des Wortes viel Zeit damit, zu warten. Auf den Hund nämlich, bzw. darauf, dass er das tut, was man von ihm will oder auch nicht will. Ja, jetzt kommt der "wissende" Hundebesitzer und denkt: alles Erziehungssache! Ein bißchen Unterordnung, den Hund mal richtig rannehmen und Zack (!) das Tier pariert. Soweit zum Thema (un)wissender Nichthovibesitzer, denn Hovis sind nicht nur erst im Alter von drei Jahren ausgewachsen (körperlich UND geistig) sondern von Natur aus geborene Dickschädel. Mit Gewalt macht man so ein herrliches Tier kaputt! Bei Hovis hilft nur liebevolle Konsequenz und Erziehung aus dem Bauch heraus. Aufgemerkt: Konsequentes Handeln bedeutet bei einem Hovi: Wenn er etwas nicht darf, dann darf er es nicht! Nie! Auch nicht ausnahmsweise! Oder weil er klein ist. Oder weil er jammert! Er darf es nie - oder fortan immer - das ist dann die Konsequenz aus inkonsequentem Handeln. Wer das nicht versteht oder nicht kann, oder nicht will, der lege sich bitte keinen Hovawart zu. Nie! Auch nicht ausnahmsweise! Auch nicht, weil er denkt: Ach, das wird schon nicht sooooo schlimm sein - ist ja auch nur ein Hund... Ist es nicht, ist ein Hovi, ist anders! Wenn Sie wissen wollen, wie Hovis sind, fragen Sie Menschen, die Hovis haben. Fragen Sie nicht nur einen Hovibesitzer, der nur einen Hovi hat; es würde nie reichen, diese Rasse zu beschreiben. Hovis sind Familien-(Rudel)tiere, keine Einzelgänger. Als solches muss ein Hovi bei seinem Rudel sein, d.h. im Haus und nicht einsam draußen im Zwinger. Die Konsequenz ist hoffentlich klar: - Der Hovi lässt Haare im Haus - und das nicht wenig! - Der Hovi trägt Schmutz ins Haus - und das nicht wenig! - Der Hovi bringt unliebsame Mitbewohner (z.B. Zecken) ins Haus - und das nicht wenig! Na gut - Haare kann man saugen, Schmutz kann man minimieren, indem man den Hund abputzt, bevor man ihn in die gute Stube lässt und die Zecken sammelt man vorher peinlichst genau ab. Also alles kein Problem, wenn da nicht die Sache mit dem Hinlegen wäre. Frage: Woran erkennt man des Hovis Lieblingsplatz? Antwort: An der Verfärbung der Wand an dieser Stelle (es sei denn, dort ist gefliest o.ä.). Hovis lehnen sich gern irgendwo an, bevor sie sich gemütlich heruntergleitend hinlegen. Tapeten können folglich innerhalb kurzer Zeit an diesen Orten dezente Verfärbungen bekommen. Klar, man kann sich an diese Eigenarten gewöhnen... Aber es ist wie in einer Ehe, zuerst stört einen die geknautschte Zahnpastatube nicht, oder die Haare im Waschbecken, die Spritzer neben der Toilette... Nach 15 Jahren sieht das oft anders aus. Und so alt und älter können Hovis werden. Haben Sie noch einen Garten, oder hovawarten Sie schon? Wie heißt es doch so schön: Ohne Mühe von früh bis spät
Wird dir nichts geraten Der Neid sieht nur das Blumenbeet Aber nicht den Spaten Als Hovi- und Gartenbesitzer haben wir mittlerweile weitreichendere Erkenntnisse, die sich ähnlich reimen lassen: Hast Du
einen Hovawart
Vergiss' ruhig deinen Garten Der Hovi gräbt im Blumenbeet Und das ganz ohne Spaten Ganz abgesehen vom Zierrasen, dessen Name wohl daher kommt,
dass ihn rundliche gelb-braune Flecken zieren, wo Hovi musste - und braune, wo
Hovi grub. Natürlich kann man ihm das abgewöhnen. Man geht einfach immer mit
ihm in den Garten und sobald er dieses unerwünschte Verhalten zeigt, sagt man
ihm, dass es eben unerwünscht ist. Einfach, nicht wahr? Zumindest, wenn der
Garten übersichtlich ist. Ist er es nicht und dreht man dem Hovi den Rücken, um
sich z.B. mit den Nachbarn zu unterhalten, wird Hovi sich in ein uneinsehbares
Eckchen ver- und den Garten zerkrümeln.
Ein Narr, der denkt, ein Hovi gräbt ein Löchlein fein - nein, denn es muss ein Krater sein! Apropos „graben“... Hovis mögen gerne Dinge wie z.B. Schweineohren (Anm. für Nichthundebesitzer: Nicht das Gebäck sondern abgeschnittene geräucherte Ohrmuscheln von mittlerweile verwursteten Schweinen sind gemeint!). Allerdings mögen sie sie nicht immer sofort. In solchen Fällen haben Hovis zuweilen das Bestreben, diese zu vergraben. Wenn das nicht geht, weil das Parkett sich nicht aufwerfen lässt oder die Fliesen zu hart sind, dauert es nicht lange, dass im Hovi die Erkenntnis reift, das Leckerli einfach zu verstecken. So verschwindet so ein Schweineohr, um bei diesem Beispiel zu bleiben, schon einmal gern zwischen Schrank und Sideboard oder unter der Küchenbank oder unter ein, zwei Kissen auf dem Sofa oder hinter der Toilette oder, oder, oder... - eben überall dort, wo man es am wenigsten vermutet. Wenn dieses schmackhafte Teil nun dummerweise mit z.B. Speckkäferlarven befallen ist und länger dort verbleibt, kann dort schon einmal leicht ein Problem heranwachsen. Die Konsequenz: Immer darauf achten, dass der Hovi das Ding in seinen Magen befördert. Tut er es nicht, sollte man es ihm lieber wegnehmen und unter Aufsicht reifen lassen. Manches Schweineohr pendelte so mehrfach zwischen Hund und Kämmerchen hin und her, bis Hovi es endlich verputzte. Jetzt könnte ich anfangen, den Rassestandard zu beschreiben und weiterführend dan Charakter des Hovawarts darzustellen und was weiss ich nicht noch alles... aber das haben schon genug Menschen getan. In Wort und Bild. Als Buch und als Webseite. Darum verweise ich an dieser Stelle auf meine Linkseite. Hier findet man einige Links zu -in meinem Augen- schönen und informativen Hoviseiten. Ich möchte allerdings nicht verhehlen, dass die Auswahl der Seiten, auf die ich verlinke u.U. sehr stark Ansichten wiederspiegeln, die ich in Bezug auf die Hovawartzucht befürworte. So kann und wird die Auswahl nur klein sein... |