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Was
macht Ihr Hovi denn so, wenn er nicht gerade faul in der Gegend liegt und döst?
Versteckt er gerade sein frisch bekommenes
Schweineohr unter der Küchenbank? Oder drapiert er es liebevoll auf dem Sofa
unter ein bis zwei Sofakissen? Aljoscha bekommt Schweineohren ganz nur noch unter Aufsicht bzw. in kleinen Stückchen als Leckerchen. Er hat nämlich versucht, eines zwischen Sideboard und Bastelschrank zu schieben. Einmal hat er sich sogar selbst eingesperrt, als er es hinter die Badezimmertür legte und diese beim wieder hervorholen zuschlug. Da wir nicht zu Hause waren, konnte er nicht sofort befreit werden. Joschi besann sich auf seine Krallen und versuchte die Türe durchzukratzen – selbstverständlich erfolglos. Für die Tür gibt es „Renuwell“... ... und neuerdings einen Türstopper. Das Joschi graben kann, stellte er schon im zarten Alter von drei Monaten unter Beweis, als er an einem schönen Wintertag eine unberührte Wiese äußerst rüde verunstaltete. Nun gut, die Kinder waren auch nicht untätig; von ihnen bleiben allerdings nur Spuren und zwei Schneekugeln zurück. Joschi hinterließ jedoch ein großes braunes Loch... Hätten wir es ihm damals nicht durchgehen lassen, wer weiß, vielleicht hätte er seine Berufung nie gefunden. Das erste Loch im Garten fanden wir, Wochen später, an der Regentonne. Gut, dass die auf Platten steht, dachten wir uns. Die nächste Grabungsstätte war in der Nähe des Kinderspielhauses. Auch hier stellten sich die Gehwegplatten als gute Investition heraus. Leider hat Joschi das auch sehr schnell erfasst. Eigentlich sollte er nur kurz raus und Pipi machen; als wir nach drei Minuten nachschauten, wo er blieb, prangte inmitten der Wiese ein Miniatur-Bombentrichter. Und weil es kurz vorher einen Platzregen gegeben hatte, stellte es sich als unmöglich heraus, den Schaden mittels Straßenbesen auszubessern.
Zum Glück hatten wir ihn dieses Mal auf frischer Tat
erwischt und konnten ihm unser Mißfallen darlegen – was ihn allerdings nicht
davon abhielt, ein paar Tage später unter unserem wachsamen Blick erneut zu
versuchen, eine Grabung zu starten. Das Vorhaben konnte glücklicherweise im
Keim erstickt werden; der Schaden war minimal.
Dann kam der Tag, an dem ich den Hof kehrte – mein Sohn half mir – so benötigten wir etwas mehr Zeit. Joschi war im Garten. Allein. Ein verhängnisvoller Umstand, den mir meine Frau sogleich klarmachte, indem sie mich zum Spielhaus zitierte. Dort hatte Joschi ganze Arbeit geleistet. Er hatte das Spielhaus ganze 10 Zentimeter verrückt, um Platz genug zu haben, den Hang abzugraben. Auf der kompletten Länge... Erneut stellten sich die Gehwegplatten als sinnvolle Investition heraus. So konnte zwanzig Liter rasenversetzter, feinkrümeliger Mutterboden schnell zwischen Hang und Haus hinaus in einen großen Eimer verfrachtet werden. Den Besen hatte ich ja noch in der Hand... Mit der Erde haben wir den „Bombentrichter“ verfüllt – so steht nicht immer das Wasser im Loch und vielleicht wächst sogar Wiese daraus; es waren schließlich genug Wurzeln im Füllmaterial. Schade ist nur, dass wir bis heute nicht wissen, was Joschi ausgraben wollte. Vielleicht wohnen wir ja auf den Resten einer germanischen Wallanlage. In der Nähe dieser Stelle hatten wir in meiner Kinderzeit eine Wühlmaus. Da hat meine Mutter eine Flasche mit Spiritus vergraben – aber nach dieser langen Zeit – nein! Was bleibt ist die Hoffnung, dass Joschi irgendwann für unser Team die „Geocaches“ findet, sobald wir im näheren Zielgebiet sind. Aber das ist eine andere Geschichte. |