Airbrush - Tips
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Nach längerem Nichtgebrauch der Farbe, setzen sich die Pigmente am Flaschenboden ab - reines Schütteln bleibt erfolglos - was kann man tun?

Methode 1

Fläschchen in warmes Wasser stellen, etwas warten und dann schütteln.

Methode 2

Eine Mischkugel in das Fläschchen geben.
Dazu eignen sich ausgediente Kugellagerkugeln ca. 4 mm Durchmesser. Einfach mal in einer Autowerkstatt oder Schlosserei nachfragen.

ACHTUNG: Nicht empfehlenswert für SCHMINCKE-Glasfläschchen oder andere Fläschchen mit Glaspipette.

Methode 3

Mini-Farbmixer verwenden - das Teil sieht so aus:

Doch auch hier liegt die Tücke im Detail:
Eigentlich und angeblich sollte das Mix-Rädchen in eine Schmincke-Flasche passen - Pustekuchen! - ich habe es nacharbeiten (abschleifen) müssen. Also merke:
Benutzt der geneigte Leser Schmincke-Farben: Gläschen mitnehmen und testen oder sich schriftlich zusichern lassen, dass es passt.

Methode 4

Die -wie ich finde- ultimative Methode:
Man nehme einen Schwingschleifer OHNE Schleifpapier (!), schalte ihn ein und halte das Fläschchen (liegend) an die Gummiplatte. Besser kann man nicht schütteln oder mixen. Dazu langt das billigste Gerät allemal und mit einem bisschen handwerklichem Geschick hat man schnell eine Tischhalterung oder einen Ständer gebaut.


Noch ein Wort zum Arbeitsschutz:
Häufige und längerfristige Einwirkung von Schwingungen/Vibrationen können der Gesundheit abträglich sein.
Ich überlege übrigens noch an einer kostengünstigen Möglichkeit, den Schwingschleifer unter einer Aufnahme für die Fläschchen zu montieren, sodass man mehrere Fläschchen gleichzeitig aufschütteln kann, ohne sie festhalten zu müssen. Gleichzeitig sollte der Schüttler vom Rahmen entkoppelt sein, um Vibrationen auf den Untergrund zu minimieren.
Prinzipskizze:

Ideen/Verbesserungen werden gerne entgegengenommen.

Nadeltuning

Oftmals sind an den Airbrushnadeln noch Bearbeitungsriefen zu sehen. Diese Riefen haben einen Nachteil: Sie begünstigen das Anhaften von Farbpigmenten. Bei feinen Detailarbeiten kann das sehr nervig werden. Eine Verbesserung der Situation bringt oftmals eine Nachbearbeitung der Nadel. > > > zum Nadeltuning


Lose Masken halten
Lose Masken sind sehr praktisch, aber wie befestigt man sie am besten?

Klebeband/-film:

Diese Methode habe ich weiter oben schon beschrieben.

Magnete:

Magnete funktionieren leider nur auf metallischen Untergründen.
Man sollte darauf achten, dass die Magnete nicht zu klobig sind - schließlich muß man sie oftmals sehr nahe der Schablonenkante platzieren. Dort können sie dann Verwirbelungen im Farbspray und damit unerwünschte Effekte hervorrufen.

Abhilfe schaffen sogenannte Neodym-Magnete. Sie gibt es in sehr kleinen Abmessungen, die trotzdem enorme Haltekraft haben.
Bezugsquellen findet man unter den Stichwörtern ‚neodym magnet' im Internet.

Gewichte:

Gewichte nutzen nachteiligerweise nur auf waagerechten Untergründen.
Allerdings gilt auch hier: Je größer das Gewicht und je näher es sich an der zu sprühenden Schablonenkante befindet, desto gewisser gibt es Verwirbelungen des Farbsprays. Wie fast immer im Leben gibt es auch hier eine Lösung:
Es werden für gutes Geld spezielle Gewichte angeboten, die man aber auch leicht selber machen kann:
> > > zum Do-it-Yourself-Gewicht


Masken-mehrfachpositionierung

Je nach Motiv wird die eine oder andere Maske mehrfach benötigt - vielleicht möchte man zwischendurch auch nur mal die Farbe oder Helligkeit kontrollieren. Aber jedesmal die feste Maske abziehen und neu aufkleben?

Nun gut, nimmt man halt eine lose Maske - aber die dann wieder exakt positionieren?

Ich benutze in solchen Fällen gerne lose Masken aus Pappe (ähnlich Zeichenkarton). Diese wähle ich so großformatig, dass sie über den Malgund hinausragen. Dort fixiere ich sie einseitig mit einem breiten Streifen Malerkrepp, so dass ich sie bei Bedarf wegklappen kann. Durch den Kreppstreifen kann man sie immer wieder exakt an die alte Stelle klappen. So habe ich manchmal rund um die Illustration (die natürlich fest fixiert sein muss) Klappschablonen angeklebt. Je nach Bedarf können dann auf den Klappschablonen wiederum Detailschablonen nach dem gleichen Schema aufgeklebt sein.
So kann man mal eben gucken und sofort wieder exakt maskieren und nachsprühen.


Motiv übertragen

Ich habe eine schöne Vorlage, wie übertrage ich sie vergrößert/verkleinert auf den Untergrund?

Es gibt mehrere Möglichkeiten sowohl eine Vorlage zu vergrößern/verkleinern als auch sie zu übertragen.

Vergrößern/verkleinern kann man eine Vorlage mittels
- eines Pantographen
- der Rastermethode
- eines Computers / Kopierers
- eines Projektors

Übertragen kann man sie mittels
- eines Pantographen
- Durchpausens eines Ausdrucks
- Skizzierens im Raster
- Abzeichnens der Projektion

Der Pantograph

(ältere werden ihn noch kennen) besteht aus einem Gestänge, an dem man ein bestimmtes Vergrößerungs-/Verkleinerungs-/Übertragungsverhältnis einstellen kann.
Nun steckt man auf der einen Seite eine Spitze ein und auf der anderen einen Stift. Mittels eines Fußes wird er nun direkt auf dem Malgrund oder zwischen Malgrund und Motiv platziert. Fährt man nun mit der Spitze das Motiv ab, überträgt es der Stift auf den Malgrund.

Die Rastermethode

Über das Motiv wird ein Gitternetz aus Quadraten gezeichnet. Nun wird der Malgrund ebenfalls in ein solches Gitternetz eingeteilt, wobei die Kästchengröße hier entsprechend dem Vergrößerungs-/Verkleinerungsfaktor gewählt wird. Nun überträgt man den jeweiligen einzelnen Kästcheninhalt der Vorlage in das entsprechende Kästchen des Malgrunds.

Der Computer / Kopierer

Mittels solcher Hilfsmittel ist die Sache recht einfach - man vergrößert die (ggf. eingescannte) Vorlage einfach und druckt sie aus. Nun kann man sie durch Pausen übertragen.

Pausen

Man reibt die Rückseite der Vorlage mit Graphit oder Bleistift ein, legt sie auf den Malgrund und Zeichnet die Linien der Vorlage nach. So wird das Graphit der Rückseite auf den Malgrund gedrückt.

Der Projektor

Vorlage auflegen, den Abstand zum Malgrund entsprechend der Vergrößerung wählen, scharfstellen und nachskizzieren. Schnell, einfach und unkompliziert... Allerdings auch etwas teurer in der Anschaffung. Darum möchte ich auch etwas näher auf dieses Thema eingehen.

Als Beispiel führe ich mal 2 Projektoren an, die ich beide getestet habe:

Links sehen wir einen einfachen Projektor, rechts ein etwas teureres Modell.
Die gravierenden Unterschiede, abgesehen vom Preis, sind die Leuchtmittel und die Positionierung der Vorlage.

Beide Projektoren können Vorlagen der Größe ca. 14 x 14 cm vergrößern.
Beide Projektoren können nur waagerecht projezieren
Aber...
der rechte Projektor beleuchtet mittels einer Standard 100W "Glühbirne". Er muß auf die Vorlage aufgesetzt werden.

Nachteile:
- Leider ist er sehr leicht und verschiebt sich dadurch relativ schnell - eine Fixierung ist notwendig.
- Ein Vorlagenwechsel ist unmöglich, ohne die Position zu verändern.
- Er ist sehr lichtschwach - man braucht deshalb einen sehr dunklen Raum.
- Das projezierte Bild ist nicht sehr scharf/detailreich.
- Das Bild wird durch einschieben/herausziehen des Objektivs scharfgestellt - das ist etwas ungelenkig.

Vorteile:
- Der Preis
- Leuchtmittel sind überall erhältlich und preiswert
- Dreidimensionale Körper sind projezierbar, da er unten offen ist.
- Er kann auch auf sehr großen Vorlagen positioniert werden.

der linke Projektor beleuchtet im Gegensatz mittels einer 650W Halogenlampe. Die Vorlage wird unter dem Deckel aufgelegt.

Nachteile:
- Der Preis - Ersatzlampen sind recht teuer.
- Dreidimensionale Körper können nicht projeziert werden.

Vorteile:
- Sehr lichtstark
- Detailreiche Projektion bis zu 4m x 4m, wg. des hochwertigeren Objektivs
- Durch das Schraubobjektiv ist die Schärfe leicht einstellbar
- Standfest, verrutscht nicht leicht
- Höhennivellierung durch drehbare Stützen

Wie man sieht, gibt es gravierende Unterschiede und das preiswertere Modell reicht für das gelegentliche Vergrößern grober Vorlagen vollkommen aus. Es ist einfach gehalten und billig in der Unterhaltung. Kaputtgehen kann fast nichts. So nimmt man u.U. auch die kleineren Unannehmlichkeiten in Kauf

Das teurere Modell hat dafür einige Vorteile, die sich besonders bei häufigem Gebrauch und detailreichen Vorlagen auszahlen. Leider muß man dann den höheren Anschaffungspreis und die teuren Leuchtmittel in Kauf nehmen. Da das Gerät auf Grund der starken Temperaturentwicklung Lüfter eingebaut hat, muß auch auf die Aufstellung und freie Lüftungsschlitze geachtet werden.

Zuweilen kann man derartige Geräte auch gebraucht in gutem Zustand ergattern. Also Augen auf - aber nie die Katze im Sack kaufen.

Es gibt übrigens auch Geräte, die sowohl waagerecht als auch senkrecht (am Stativ) projezieren können - alles jedoch eine Frage des Preises.


Zeichenkarton: Staffelei oder Tisch oder ganz etwas anderes - das ist die Frage...

Für Keilrahmen eignet sich optimal eine Staffelei - aber für Zeichenkarton?
Ein fester Untergrund muß schon sein, aber immer nur plan auf dem Tisch?
Nicht jeder hat einen Tisch mit neigbarer Platte. Natürlich kann man auch eine Staffelei verwenden, den Zeichenkarton auf einer Sperrholzplatte dort einsetzen - oder extra dicken Karton verwenden. Aber wie fixiere ich meine losen Masken auf der Staffelei (ist senkrecht - wenn man keine Aquarell-Staffelei hat)?
Arbeite ich auf einem Tisch, muß ich mich bei großformatigeren Bildern aufs Bild legen...

Eine praktische Alternative bietet eine Zeichenbrett/"Zeichenmaschine" (für techn. Zeichner). So ein Gerät ist höhenverstellbar und meist stufenlos neigbar. Man kann so stehend oder sitzend arbeiten, alle möglichen Schablonen benutzen, den Malgrund zum Vorzeichnen ggf. optimal auf die Höhe des Projektors einstellen und meist sind sogar noch die Lineale dran (stufenlos winkelverstellbar - prima für Perspektive oder um bestimmte Winkel einzuhalten).
TEUER wird der geneigte Leser nun schreien - doch weit gefehlt!
Im Zeitalter des CAD zeichnet kaum noch jemand auf diesen Geräten und dementsprechend werden sie in allen Größen verkauft. Ich habe ein solches Teil (Platte bis DIN A1 (80x60 cm)) in einem bekannten Internet-Auktionshaus erstanden - für sprichwörtlich 'nen Appel und nen Ei' - und musste nur 20 km weit fahren.

Ja, Selbstabholung ist angesagt - darum nicht zu groß wählen und nicht zu weit entfernt - sonst übersteigen die Transportkosten schnell den Auktionspreis.

...wird fortgesetzt...

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