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Es gibt verschiedene Arten von Masken - zu den meistgenutzten gehören die sogenannten losen Masken, die haftenden Masken und die Flüssigmasken.


Lose Masken

Lose Masken können vielerlei Art sein, Schablonen, Pappe, Netze, Bleche etc.. Sie haben jedoch eines gemeinsam - sie haften nicht selbst auf dem Malgrund, sondern werden festgehalten oder durch Gewichte, Magnete, Klebefilm etc. fixiert.

Haftende Masken

Haftende Masken haften selbst auf dem Malgrund. Am verbreitetsten ist Maskierfilm. Man kann natürlich auch Pappe o.ä. nehmen und sie mittels (speziellem, schwachhaftenden, wiederablösbarem) Sprühkleber zu einer haftenden Maske machen.

Flüssigmaske

Flüssigmaske ist ein Sonderfall. Es handelt sich hier um ein Maskierfluid, welches auf dem Malgrund aufgetragen wird. Dort verbleibt es und wird übersprüht. Nachher rubbelt man es einfach vorsichtig mit dem Finger ab und voilà der Malgrund.
Flüssigmaske ist besonders bei feinen kleinen Details praktisch.
Der Nachteil: Es ist eine verlorene Maske - sie ist nicht wiederverwertbar, da sie beim Abrubbeln zerstört wird.


Wie komme ich zu meiner Maske?

Man hat nun seine Vorzeichnung erstellt und sich entschlossen, nicht alles Freihand zu brushen, sondern Teile zu maskieren.

Jetzt stellen sich eine Reihe von Fragen:
- Welche Art Maske verwende ich?

Bei Maskierfilm:
- Muss ich schneiden? - Wenn ja, auf dem Malgrund oder auf der Schneidunterlage?
- Habe ich viele Details, die ich nach und nach demaskieren und wieder maskieren muss?
- Maskiere ich auf dem reinen Malgrund oder auf gebrushten Teilbereichen?

Es gibt vielerlei Arten von Maskierfilm. Wenn ich jedoch von Spezialfolien (dehnbar, für gewölbte Oberflächen) absehe, unterscheide ich persönlich 2 Sorten:
- Zum einen die, die man nur leicht anritzen muss, die dann exakt entlang des Schnittes reissen. Diese haben den Vorteil, dass man den Malgrund nicht so schnell verletzt.
- Zum anderen die, die man komplett durchschneiden muss. Diese sind meist dicker. Sie haben (für mich) den Nachteil, dass man leicht zu tief in den Malgrund schneidet (ich hab anscheinend zu wenig Gefühl dafür). Der Vorteil ist, dass man Maskenteile exakt und leicht an den Kanten wieder zusammensetzen kann.

Erstere verwende ich darum auf dem Malgrund - letztere, wenn ich die Maske auf der Schneidunterlage erstelle.
Beide Sorten werden allerdings nochmal unterschieden, denn es gibt sie in verschieden stark haftenden Ausführungen. Ich persönlich favorisiere die schwach haftenden ("low Tak") Varianten. Hier ist das Risiko am geringsten, dass Farbbartikel an ihnen haften bleiben.

Erfahrungsgemäß sollte Maskierfilm nie zu lange auf dem Malgrund verbleiben und grundsätzlich sollte man ihn nur auf wirklich trockene Partien kleben. Dies hilft, kleinere Enttäuschungen zu vermeiden.


Wie schneide ich nun meine Maske?

Sinnvollerweise mit einem scharfen Messer.
Ich habe für mich die Erfahrung gemacht, dass sich am besten die Cutter eignen, die einen runden Griff aufweisen (weil man so leichter Kurven schneiden kann) und in die man kleine Abbruchklingen einspannen kann.
Kleine Klingen deshalb, weil sie sich nicht verbiegen, oder wackeln und man so die beste Kontrolle über das Werkzeug hat.Ausserdem hat das Teil den Vorteil, dass man sich im Baumarkt ein Päckchen Abbrechklingen kaufen kann und damit für kleines Geld sehr lange auskommt.


Es gibt natürlich auch Spezialausführungen, die einen integrierten Schnittbegrenzer haben - und entsprechend teure Ersatzklingen. Damit kann man dann in einer Illustrierten eben ein Motiv ausschneiden, ohne die darunterliegende Seite zu verletzen - zumindest theoretisch.


Alternativ kann man auch einen Schleppcutter verwenden - er ist im Kopf drehbar gelagert und man soll so besonders gut Kurven schneiden können. Ich finde ihn allerdings schwerer beherrschbar - er verlangt mehr Übung.


Professioneller ist da schon dieses Gerät:

Das gibt es auch von verschiedenen Herstellern und in verschiedenen Ausführungen. Der große Vorteil: Die Schneidtiefe ist einstellbar und ein Verwackeln ist fast unmöglich. Das Messer ist drehbar gelagert und folgt willig dem Schnitt. Nicht so prickelnd ist allerdings der Preis... sowohl für das Teil selbst als auch für die Ersatzmesser. Als Krönung wäre jetzt ein Schneidplotter zu nennen - den ich aber leider nicht mein eigen nenne. Ich habe Zeit und kann viele Klingen und viel Maskierfilm verhunzen, bis ich den Preis für ein solches Gerät erreicht hätte.


Dann wäre da noch...

Der Kreisschneider (die low-Tech-Variante)


Nicht zu vergessen, dass es auch spezielle universelle Messer für Zirkel gibt, die man anstelle der Bleistiftmine einsetzen kann.


Soweit zu meinen Schneidutensilien, eine Liste, die den Markt nur unvollständig wiederspiegelt, die jedoch meine Schneidansprüche vollkommen abdeckt.


Und wem nun die ganze Maskerade nicht so zusagt, weil
- man exakt arbeiten muss
- sie sehr Zeit und Materialaufwendig ist
- man kein Händchen dafür hat
der sollte versuchen -soweit möglich- ohne Masken auszukommen.
Denn Freihand, ggf. mit der richtigen Radiertechnik, sind schon excellente Werke entstanden.

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