Airbrush
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Ich möchte an dieser Stelle eines nicht tun:

Das Rad neu erfinden, darum fasse ich mich relativ kurz.

Es gibt eine Menge Künstler, die sich sehr viel Mühe gegeben haben, äußerst unfassende, detaillierte, informative und hilfreiche Airbrushseiten ins Netz zu stellen. Diese Künstler verfügen über eine langjährigere Erfahrung auf dem Gebiet.

Aus diesem Grund möchte ich den geneigten Leser bitten, sich weitergehende Informationen auch dort zu holen.

Was ist Airbrush?

Grundsätzlich handelt es sich um eine Technik, bei der die Farbe mittels Luft auf den Untergrund gesprüht wird. Normalerweise werden dazu sogenannte "Airbrush-Pistolen" benutzt, die in vielerlei Ausführungen von diversen Herstellern angeboten werden.


Was braucht man?

1. AIRBRUSH-PISTOLE

Aber genau damit fängt das Problem an.

Pistole ist nicht Pistole!

Es gibt eine Menge solcher Geräte auf dem Markt. Jedoch sind nicht alle für eine bestimmte Aufgabe geeignet. Insbesondere sogenannte "Beginner-Pistolen" eignen sich oftmals nicht für Illustrationen. Sie werden meist auch nur als Farbspritzpistolen angesehen, obwohl sie sehr häufig bei diversen Online-Auktionshäusern als ideales Einstiegsgerät angepriesen werden.



Mit obigen Geräten läßt sich mal gerade eine Fläche einsprühen, ein Modell lackieren o.ä.. Der Druck auf den Knopf gibt lediglich die Luftmenge frei, wobei der Druck extern eingestellt werden muß.
Die Geräte haben aber auch Vorteile:
- die Aussenmischung: Farbe und Luft werden außerhalb des Gerätes gemischt. So ist das Gerät kinderleicht zu reinigen.
- der Preis: Es gibt nur wenig Teile daran, also sind sie sehr preiswert. Möchte man z.B. eine einfarbige Lackierung auf ein Modell, oder einfach nur einen Klarlacküberzug über sein Bild/Handycover/etc. aufbringen, sind solche Geräte wunderbar geeignet. Ins Farbglas passt viel Farbe hinein und sie ist auch schnell nachgefüllt. Oftmals passen Modellbaufarbgläser direkt unter den Schraubanschluß.

Als 'richtige' Airbrush gelten hingegen solche Luftpinsel:


(Das Beispielbild zeigt eine 'Evolution' von Harder & Steenbeck, eine Double-Action-Pistole mit Innenmischung.)

Hier lässt sich die Luftmenge getrennt von der Farbmenge regeln. Je weiter man den Bedienhebel hineindrückt, umsomehr Luft wird gegeben, je weiter man den Bedienhebel zurückzieht, umsomehr Farbe kommt. Dies nennt man 'Double-Action' oder 'unabhängige Doppelfunktion'. Es gibt auch 'Single-Action'- Pistolen oder Pistolen mit gekoppelter Doppelfunktion.
Mit solchen Geräten lassen sich mittlere und feine Arbeiten erstellen. Auch kleine Details und feine Linien sind spritzbar. Natürlich haben Qualität und Ausführung solcher Geräte einen höheren Preis - und wichtig ist doch eigentlich, dass man ein Gerät bekommt, welches den Anforderungen genügt, gut in der Hand liegt und einen angemessenen Preis hat.

So möchte ich dem ambitionierten Einsteiger eines ans Herz legen:

!!! LASS DICH BERATEN !!!

- Ein guter Fachhandel oder ein guter Online-Shop zeichnen sich normalerweise durch gute Beratung aus. Ich habe auf der
Linkseite ein paar Links gesetzt.
- Eine weitere gute Möglichkeit, sich im Vorfeld zu informieren, bieten die Seiten und Hompages diverser Künstler, die zuweilen in ihren Bildbeschreibungen die verwendeten Werkzeuge und Farben nennen.



In Kürze werden hier Informationen, zu den von mir verwendeten Pistolen, zu finden sein:

- Die Paasche AB turbo

- Die Aztek 4709 im Set

- Die Evolution


2. KOMPRESSOR

Eine Airbrush-Pistole muß mit Druckluft versorgt werden. Dazu wird im Regelfall ein Kompressor verwendet. Es gibt natürlich die Möglichkeit, Druckluftdosen oder Autoreifen zu verwenden, jedoch ist dies auf die Dauer unbefriedigend, weil der Arbeitsdruck nicht konstant ist und dauernd geregelt werden muß.

Airbrush-Kompressoren sind leise (vergleichbar mit der Lautstärke eines Kühlschranks) und nicht billig.

Eine Alternative ist ein handelsüblicher Kompressor (Baumarkt), der wiederum sehr laut ist. Er läuft zwar nur recht selten an, wenn man einen ausreichend großen Tank hat, jedoch ist der Streßfaktor sehr hoch, wenn er neben dem Arbeitsplatz steht, da er ohne Vorwarnung anläuft. Man erschreckt sich unwillkürlich, was im schlimmsten Fall ein Bild ruinieren kann. Ich verwende so ein Teil - jedoch habe ich ihn recht schnell in einen Kellerraum verbannt und eine Leitung zum Arbeitsplatz gelegt. So hört man ihn nicht.

Aber nicht vergessen: Ein Druckregler gehört in Reichweite!


3. FARBE

Dazu werden in erster Linie spezielle Airbrush-Farben verwendet, die sehr fein pigmentiert sind, damit sie die feinen Düsen der Pistolen nicht verstopfen.


4. UNTERGRUND

Als Untergrund kann alles dienen, Autos, Toilettendeckel, Modelle, Körper, T-Shirts, Leder - um nur einige zu nennen - und natürlich Karton/Airbrushpapier.


5. HILFSMITTEL

Maskierfolie, Schablonen, Skalpell, Radierer, Grundierung, Halterungen, Reinigungsmittel, Pinsel, und diverse andere Utensilien.


6. ARBEITSPLATZ

Dem widme ich die extra Seite "Arbeitsplatz"


Aber eines sollte ganz klar sein - es handelt sich um ein kosten- und zeitintensives Hobby. Darum - und um festzustellen, ob es wirklich das geeignete Hobby ist, sollte der Interessierte einen Schnupperkurs belegen. Schnupperkurse werden vielerorts angeboten - vermittelt werden Grundkenntnisse und Grundtechniken der Airbrush-Malerei. Kontaktadressen findet man im Forum oder in diversen Airbrushzeitschriften.

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